Gemeinderatsfraktion Junges Freiburg/Die Grünen
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30. 07. 10

Platz der Alten Synagoge: Grüner Vorstoß erfolgreich

Pressemitteilung vom 28.07.2010

Spielraum für Bürgerbeteiligung

Die von den GRÜNEN bei der Gestaltung des Platzes der Alten Synagoge angestoßene Klimadebatte hat ihre Wirkung nicht verfehlt: Am gestrigen Dienstagabend hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit einem von der Fraktion JF/DIE GRÜNEN initiierten Antrag zur weiteren Überarbeitung des bisherigen Planungskonzeptes zugestimmt. Ziel der beauftragten Korrekturen ist v.a. die Verbesserung der thermischen Situation und die Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität. Im Einzelnen handelt es sich dabei um nachfolgende Veränderungen:

  • Auf das vorgesehene Platzhaus mit großem Vordach – aber unklarer Nutzung – im Anschluss an die Ecke KG II/Buchhandlung Walthari wird verzichtet. Stattdessen sollen die bestehenden Platanen erhalten und neue Laubbäume beidseits der Bertoldstraße vorgesehen werden. Ziel ist die Schaffung eines grünen Boulevards im nördlichen Platzbereich als Platzabschluss und als Teil der Fußgängerachse Bahnhof-Bertoldsbrunnen. So entstehen attraktive, im Sommer schattige Aufenthaltsbereiche für PassantInnen, Ruhebedürftige und „Platzgucker.“

  • Grundsätzlich werden ein größtmöglicher Erhalt des heute vorhandenen Baumbestands sowie weitere Neupflanzungen in den Randbereichen zu den Kollegiengebäuden I und II angestrebt – was angesichts künftig vermehrter Hitzetage zusätzliche angenehme Aufenthaltsbereiche unter schützenden Gründächern schafft.

  • Die Installation temporärer, d.h. bei Bedarf zu aktivierender Wasserspiele oder Wassersprudler in den unbeschatteten steinernen Platzbereichen soll geprüft werden – jedoch ohne oberirdische Einbauten, die eine flexible Platznutzung stören könnten. Dies würde eine zusätzliche Abkühlung an Hitzetagen ermöglichen und darüber hinaus auch eine Attraktion – nicht nur für Kinder – darstellen (s.a. Zentrum Oberwiehre; Maria-von-Rudloff-Platz im Rieselfeld).

  • Die Platzrandbereiche sollen mit ausreichend Ruhemöglichkeiten, die auch für ältere Menschen attraktiv sind, ausgestattet werden.

  • Eine bedarfsgerechte Anzahl stadträumlich integrierter ebenerdiger Fahrradabstellplätze in den Randbereichen des Platzes bzw. im unmittelbaren Nahbereich ist nachzuweisen.

  • Und last not least sollen Ideen zu einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation des Themas „Solarenergie“ im erweiterten Platzbereich entwickelt werden.

Dazu Stadtrat Helmut Thoma, der für die Fraktion in der gestrigen Gemeinderatssitzung den Redebeitrag hielt: „Wir glauben, dass diese Planänderungen zu einer deutlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Platzes der Alten Synagoge führen werden – und zu mehr Akzeptanz für diesen großen neuen, multifunktional nutzbaren Stadtplatz inmitten der künftig erweiterten Fußgängerzone zwischen Bahnhof und Bertoldsbrunnen.“

Auf Basis dieser aktualisierten Beschlusslage, die von der Verwaltung gemeinsam mit dem beauftragten Architektenbüro in den nächsten Wochen planerisch umzusetzen ist, erfolgt nach den Sommerferien die öffentliche BürgerInnenbeteiligung sowie die Anhörung spezifischer Zielgruppen.

„Alle Interessierten sollten diese Möglichkeiten aktiv und konstruktiv nutzen“, empfiehlt Stadtrat Eckart Friebis, Mitglied des Bauausschusses. „Denn erst nach ausführlicher Aufbereitung und Diskussion der Anregungen und Bedenken aus dieser erweiterten Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt dann die abschließende Gemeinderatsentscheidung über die definitive konkrete Platzgestaltung. Das heißt, für wirklich gute neue Ideen besteht durchaus noch Spielraum!“