FSB-Reihenhausverkauf richtig und mit doppelter sozialpolitischer Wirkung
Kategorie: Wohnen + Leben, Finanzen
Pressemitteilung vom 29.08.2011
Chance für junge Familien mit schmalem Geldbeutel
Sanierung und Neubau von Mietwohnungen durch Verkaufserlöse
UL-Äußerungen gewohnte unsachliche Stimmungsmache
Zur Berichterstattung in der Badischen Zeitung vom 29. August 2011 stellen die Aufsichtsratsmitglieder von B‘90/DIE GRÜNEN fest:
Der Verkauf einer beschränkten Auswahl leerstehender sanierungsbedürftiger Reihenhäuser aus dem Streubesitz der Freiburger Stadtbau an Freiburger Familien mit minderjährigen Kindern und unterdurchschnittlichem Einkommen wie auch das Angebot an mehrere Dutzend derzeitige Mieter, ihr Haus zum Gutachterwert zu erwerben (je nach Wunsch samt Grundstück oder auch im Erbbaurecht) ist aus mehreren Gründen richtig und sinnvoll:
- Für die Stadtbau selbst wäre eine aufwändige Sanierung in Eigenregie nach FSB-Standard wirtschaftlich nicht darstellbar oder würde die resultierenden Mieten auf unvertretbare Höhen katapultieren. Erwerbende Familien oder derzeitige MieterInnen können hingegen je nach Finanzlage und Qualitätsanspruch die anfallenden Kosten - auch durch Eigenarbeit - minimieren und die Baumaßnahmen zeitlich stufenweise realisieren.
- Das Angebot zum vergleichsweise günstigen Gutachterwert - statt zum am Markt erzielbaren Höchstpreis - bietet für beide Zielgruppen eine große Chance zur Eigentumsbildung durch Erwerb eines begehrten Reihenhauses.
- Für bisherige MieterInnen der betreffenden Reihenhäuser, die kein Interesse bzw. keine finanziellen Ressourcen zum Erwerb ihres Hauses haben, ändert sich nichts - das alte Mietverhältnis bleibt bestehen.
- Der gesamte Erlös aus den Reihenhausverkäufen fließt einerseits in die Sanierung bestehender Mietwohnungen der Stadtbau (die in den nächsten fünfzehn Jahren einen Modernisierungsaufwand in einer Größenordnung von 200 Millionen Euro finanzieren muss) sowie andererseits in den dringend benötigten Neubau geförderter Sozialmietwohnungen. Dies hat der Aufsichtsrat im Juli auf Antrag der bündnisgrünen VertreterInnen so beschlossen.
„Vor diesem Hintergrund ergibt sich eine doppelte sozialpolitische Rendite durch das vom Aufsichtsrat der Stadtbau mit deutlicher Mehrheit beschlossene Vorgehen, was das Gerede der Unabhängigen Listen von „unsozialer Politik“ und „Gentrifizierung“ - nicht nur in diesem Fall - als den bekannten Versuch unsachlicher Stimmungsmache entlarvt“, so Stadtrat und Aufsichtsratsmitglied Eckart Friebis.





