Kartäuserstraße soll zur „Fahrradstraße“ werden
Kategorie: KlimaschutzPressemitteilung vom 10.08.2011
JF/GRÜNE unterstützen Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee: Kartäuserstraße soll zur „Fahrradstraße“ werden
Freiburg ist Fahrradstadt und immer mehr Menschen nutzen den umweltfreundlichen Drahtesel als ideales Fortbewegungs- und Transportmittel in und um die Stadt herum: CO2- und abgasfrei, leise, schnell, platz- und ressourcensparend, gut für Körper und Seele, erschwinglich für jedermann und jedefrau.
Doch bei begrenztem Verkehrsraum nehmen auch die Konflikte zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern zu: Vor allem natürlich mit dem dominierenden Autoverkehr – aber auch mit anderen nichtmotorisierten Beteiligten wie Fußgängern, Joggern, (Inline-) Skatern, Kinderwagen- oder Kinderanhängernutzern sowie unter den RadlerInnen selbst. Wer den vielbeanspruchten Dreisamuferradweg nutzt, eine der Freiburger Radwegmagistralen mit sommers täglich über 10.000 ZweiradfahrerInnen, kann davon ein Lied singen – vor allem auf dem Teilstück zwischen Sandfangweg im Osten und der Kaiser- bzw. Kronenbrücke im Westen.
Verwaltung und Gemeinderat sind sich dieser und mancher anderen unbefriedigenden Zustände im ganzen Stadtgebiet bewusst, weshalb schon seit geraumer Zeit an der Erstellung eines zukunftsweisenden Radverkehrskonzeptes gearbeitet wird. Dessen Ziel ist ein vermehrter Umstieg vom Auto auf das Fahrrad (als wichtigster Säule des Umweltverbundes neben Fußverkehr und ÖPNV) mittels einer Verbesserung der Radwegeinfrastruktur sowie der Verkehrssicherheit.
Ein erster Entwurf dieser Freiburger „Radverkehrskonzeption 2020“ ging bereits den Bürgervereinen zur kritischen Stellungnahme zu.
Foto: Helmut Thoma
Kartäuserstraße als Fahrradstraße ...
Als wichtigste Einzelmaßnahme zur Entzerrung der Verkehrsströme, zur Verbesserung des Radwegeangebots und der Verkehrssicherheit im Freiburger Osten schlägt der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee vor, die Kartäuserstraße als „Fahrradstraße“ auszuweisen – so wie es schon erfolgreich bei einer Reihe anderer Straßen praktiziert wurde (z.B. Hindenburgstraße, Marienstraße, Schützenallee).
RadlerInnen dürften dann die gesamte Fahrbahnbreite nutzen, nebeneinander fahren, die Autos müssten den Zweirädern Vorrang im Straßenraum gewähren und dürften nur mit mäßiger Geschwindigkeit fahren. Vom derart verlangsamten Autoverkehr würden nicht nur die RadlerInnen profitieren, auch die übrigen Verkehrsteilnehmer, genauso wie die AnwohnerInnen, könnten sich über weniger Lärm und Abgase sowie eine Abnahme der Unfallgefahren freuen.
Zur Grundsatzproblematik des vielfach beklagten motorisierten Schleich- und Durchgangsverkehrs auf der Kartäuserstraße zwischen Ebnet im Osten bis hin zur Wall-, Rempart- und Belfortstraße im Westen, stellt sich verstärkt die Frage, ob, wie und wann eine Unterbrechung für den unerwünschten Durchgangsverkehr oder eine Einbahnstraßenregelung machbar wäre. Spätestens nach Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus der Achse Werthmannstraße/Rotteckring samt Bau der neuen Stadtbahnlinie, wird die Diskussion um die Ausgestaltung dieser nördlichsten Freiburger Ost-West-Verbindung richtig in Fahrt kommen.
Die Fraktion JF/DIE GRÜNEN unterstützt bis dahin den Vorschlag des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee, als vorgezogene Entlastungsmaßnahme die Kartäuserstraße – zumindest abschnittsweise, z.B. zwischen Schwabentorring und Sandfangweg – als Fahrradstraße auszuweisen und hat die Stadtverwaltung gebeten, dies baldmöglichst und konstruktiv zu prüfen.





