06. Juli 2006

Preisgünstige Wohnungen im Baugebiet Innere Elben

Pressemitteilung Bebauungsplan Innere Elben am 4.7. zur Satzung beschlossen Stadt muss sozialer Verantwortung gerecht werden: Preisgünstige Wohnungen auf städtischem Gelände

JF/DIE GRÜNEN freuen sich, dass nun endlich das Bebauungsplanverfahren Innere Elben  am vergangenen Dienstag im Gemeinderat positiv abgeschlossen werden konnte und ein Baubeginn noch in diesem Jahr vorgesehen ist.

Die Fraktion lobt insbesondere das Stadtplanungsamt, das in langen und harten Verhandlungen erreicht hat, dass sämtliche 38 Grundeigentümer die städtebaulichen Verträge als zwingende Voraussetzung für die Realisierung des Baugebietes unterschrieben haben: Von den insgesamt rund 2,4 Millionen Euro, die die Grundeigentümer zu übernehmen haben, werden vor allem die 1,6 Mio teure Erschließung, die fast eine halbe Million teure Lärmschutzwand entlang der Bahn sowie die öffentlichen Grünflächen für 200.000 Euro finanziert.

Am nordwestlichen Rand  St. Georgens kann nun in den nächsten Jahren ein bunt gemischtes neues Wohngebiet mit vielfältigen Gebäudetypen und rund 300 Wohneinheiten entstehen - vorgesehen sind 60% als Geschoss- und 40% als Familienwohnungsbau.

Jetzt kann die Stadt auch umsetzen, was der Gemeinderat schon mehrfach gefordert und als Grundsatzbeschluss verabschiedet hat:

Den Neubau von geförderten/preiswerten Mietwohnungen - beispielsweise durch verbilligte Grundstücksabgabe - zu unterstützen. Denn größter Grundeigentümer im Gebiet ist hier die Stadt Freiburg selbst - mit einem Anteil von fast 50% der  gesamten Fläche, knapp ein Fünftel gehört der katholischen Kirche, der Rest ist in Privateigentum.

„Die Verwaltung muss nun zeigen, dass sie die Beschlusslage ernst nimmt und neben preisgünstigen Reihenhäusern für Schwellen-haushalte auch preiswerte/geförderte Mietwohnungen im Mehrfamilienhausbau, insbesondere für Familien mit Kindern und schmalem Geldbeutel, realisiert werden“, so Stadtrat Eckart Friebis. „Wir haben deshalb heute die Verwaltung aufgefordert, dem Gemeinderat umgehend ein entsprechendes Vermarktungskonzept vorzulegen“.

Junges Freiburg/DIE GRÜNEN werden auch genau darauf achten, dass - wie vor einigen Jahren vom Gemeinderat beschlossen - 30% der Umlegungserlöse direkt für Zwecke des geförderten Wohnungsbaus im gesamten Stadtgebiet reserviert werden.

„Die Inneren Elben bieten die große Chance, dass hier auch erschwinglicher Wohnraum für Geringerverdienende geschaffen werden kann“, so Stadtrat und Bauausschussmitglied Axel de Frenne. „Denn leider gibt es selten solche Glücksfälle, wo die Stadt selbst über einen großen Teil der zu Bauland entwickelten Flächen verfügt.“