Raumsituation im Deutsch-Französischen Gymnasium
Kategorie: Kinder + BildungSchreiben an die Elternbeiratsvorsitzenden des DFG vom 08.12.2010
Sehr geehrte Frau Pasteau,
sehr geehrte Frau Haug,
vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie den Gemeinderat der Stadt Freiburg um Unterstützung für das Deutsch-Französische Gymnasium bitten. Sie schreiben, dass Ihre Schule in ihrer Substanz bedroht sei, Grund dafür sei die derzeitige Raumsituation. Weiterhin stellen Sie fest, die Stadt habe „Hals über Kopf“ und „offenbar in Unkenntnis der konkreten Situation“ die Regenbogen-Grundschule auf Ihrem Schulgelände untergebracht.
Dazu ist Folgendes anzumerken:
- Maßgebend für den Raumbedarf einer Schule sind die Schulbauförderungsrichtlinien des Landes Baden-Württemberg. Die Feststellung des erforderlichen Raumbedarfs erfolgt unter Berücksichtigung der Entwicklung der Schülerzahlen und auf der Grundlage der Schemata zur Entwicklung des Raumbedarfs für die verschiedenen Schularten (Modellraumprogramme) – so auch beim Deutsch-Französischen Gymnasium.
Das Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Schule und Bildung, hat am 26. Oktober 2010 in einer Besprechung mit der Schulleitung des DFG und dem Amt für Schule und Bildung bestätigt, dass das beschlossene Raumprogramm für Ihre Schule auch weiterhin gültig ist. Durch verschiedene Umnutzungen wird in Ihrer Schule ein Raum als Schülerarbeitsraum gewonnen und ein bisher fehlender NaWi-Raum neu eingerichtet.
Im Jahre 2007 erhielt das Deutsch-Französische-Gymnasium für 4,25 Millionen Euro einen Erweiterungsbau. Den Richtlinien des Landes entsprechend verfügt Ihre Schule damit über die erforderliche Anzahl von 32 Klassenräumen – und dies ohne Berücksichtigung der vier Räume des Pavillons. - Die Regenbogen-Schule befand sich im Frühjahr 2010 in einer akuten Notsituation. Es lagen zahlreiche Anmeldungen für die erste Klasse vor, als der Vorstand des Trägervereins erfuhr, dass der vorgesehene Standort an der Merzhauserstraße nicht realisiert werden konnte. Bei der Prüfung verschiedener Unterbringungsmöglichkeiten an anderen Freiburger Schulen stellte die Stadtverwaltung fest, dass im Pavillonbau des DFG kurzfristig zwei Unterrichtsräume zur Verfügung gestellt werden konnten. Am 18. Juni 2010 fand ein Ortstermin mit der Schulleitung des DFG, dem Trägerverein der Regenbogenschule und dem städtischen Gebäudemanagement statt. Hier wurde von allen Seiten Einverständnis für die Überlassung der beiden Unterrichtsräume zum neuen Schuljahr 2010/11 signalisiert. Am 2. Juli 2010 wurden zwischen DFG, Regenbogenschule und Gebäudemanagement die wesentlichen Details für die künftige Nutzung besprochen.
Von einer „Unkenntnis der konkreten Situation“ kann also keine Rede sein.
In der Sitzung des Ausschusses für Schulen und Weiterbildung am 23. September 2010 hatten Elternbeirat und Schulleitung des Deutsch-Französischen Gymnasiums ausführlich Gelegenheit, ihre Position darzustellen. Wir Gemeinderätinnen und –räte gingen anschließend davon aus, dass sowohl vom Deutsch-Französischen Gymnasium wie auch von der Regenbogen-Schule alles dafür getan wird, eine gute Nachbarschaft herzustellen.
Umso überraschter sind wir, in Ihrem Schreiben lesen zu müssen: „Wir fordern die Stadt Freiburg auf, für die acht Kinder der privaten Regenbogenschule möglichst schnell andere Räume zu finden.“ Wie Sie wissen, handelt es sich bei dem Pavillongebäude um einen Behelfsbau, der aufgrund baulicher Mängel nur noch befristet nutzbar ist. Wir richten deshalb den dringenden Appell an Sie, diese Übergangszeit im Sinne eines guten Miteinanders zu gestalten.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Maria Viethen
Fraktionsvorsitzende
Birgit Woelki
Stadrätin





