Antrag zum „Um-, Aus- oder Neubau des SC-Stadions“
Antrag von JF/Grüne vom 22.11.2011
„Um-, Aus- oder Neubau des SC-Stadions“, Drucksache G-11/252
h i e r : Standortoption Flugplatz – Ankündigung eines Ergänzungs-
bzw. Änderungsantrages zur Sitzung des Gemeinderates am 24.01.2012
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der Tagesordnungspunkt "Um-, Aus- oder Neubau des SC-Stadions“ soll in der Gemeinderatssitzung am 24.01.2012 behandelt und entschieden werden. Laut Vorlage G-11/252 vom 28.09.2011 soll der Neubau eines Stadions auf dem Flugplatzgelände nicht weiter als Handlungsoption verfolgt werden, obwohl die mit der Standortermittlung betrauten Gutachter diesen Standort aus fachlicher Sicht, insbesondere auch wegen der optimalen verkehrlichen Anbindung, möglicher Synergieeffekte und eines ausreichenden Flächenangebotes als sehr geeignet für die Platzierung eines neuen Stadions charakterisiert haben.
Foto: SC Freiburg
Die Fraktion Junges Freiburg/Die Grünen steht einer Verlegung des SC-Stadions mit einem Neubau an einem anderen Standort nach jetzigem Kenntnisstand eher kritisch gegenüber. Es sollten zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Stadion am bisherigen Standort zu optimieren und fit zu machen für die Ansprüche an ein modernes Erstliga-Stadion. Dem angekündigten Ausbau-Gutachten für das badenova (künftig MAGE Solar) Stadion an der Schwarzwaldstraße sehen wir deshalb mit großem Interesse und entsprechenden Erwartungen entgegen.
Dennoch halten wir es für verfrüht, das Flugplatzgelände schon jetzt als eine der potenziellen Standortalternativen völlig außen vor zu lassen. Sollte sich tatsächlich für uns nachvollziehbar und plausibel herausstellen, dass der Neubau eines Stadions unumgänglich wäre, so halten wir – vorbehaltlich weiterer intensiver Prüfungen, insbesondere in finanzieller, verkehrlicher und umwelt- bzw. naturschutzrechtlicher Hinsicht – diesen Standort für mindestens so geeignet wie die beiden anderen, von den Gutachtern und der Stadtverwaltung für das weitere Verfahren vorgeschlagenen Vorzugsstandortoptionen „Hettlinger“ und „Hirschmatten“.
Wir fordern die Verwaltung deshalb auf, das Flugplatzgelände weiter in der Reihe der zu prüfenden Alternativstandorte zu belassen und ebenso wie die übrigen vorgeschlagenen Alternativen einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Den ökologischen Belangen – v.a. hinsichtlich des Natur- und Artenschutzes sowie der lokalklimatischen Bedeutung – (von Teilbereichen) des Flugplatzgeländes ist dabei selbstverständlich besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Einen entsprechenden formellen Antrag werden wir rechtzeitig zur Beschlussfassung des Gemeinderates im Januar 2012 einreichen.
Vor diesem Hintergrund bitten wir aber jetzt schon darum, den derzeitigen Nutzern des Flugplatzgeländes im Sinne der gebotenen Transparenz umgehend zu signalisieren, dass künftig auch eine andere Nutzung des Geländes – als für den derzeit dort stattfindenden Flugbetrieb – in der politischen Diskussion zur Debatte stehen wird. Auf vergleichbare Aussagen auch anderer Gemeinderatsfraktionen bzw. Fraktionsmitglieder möchten wir hierzu verweisen.
Darüber hinaus fordern wir die Verwaltung konkret auf, ab sofort von Vertragsabschlüssen und -verlängerungen, die die Stadt bei der inhaltlichen und zeitlichen Nutzung des Geländes zusätzlich bzw. weiterhin binden würden, Abstand zu nehmen, bis der Gemeinderat über die künftigen Entwicklungsperspektiven des Flugplatzes abschließend beraten hat.
Mit freundlichen Grüßen
Für die Fraktion JF/DIE GRÜNEN
gez. Maria Viethen
Fraktionsvorsitzende
Eckart Friebis
Fraktionsgeschäftsführer





