Verhandlungen Uniklinik-Badenova-Stadt Freiburg gescheitert
Kategorie: KlimaschutzPressemitteilung vom 25.02.2011
Ökologischer und ökonomischer Flopp
UHKW-Reaktionäre mauern und verhindern sinnvolle Lösung
Landesregierung offensichtlich hilf- und orientierungslos
Während die Landesregierung einerseits die Universitätskliniken durch das neue Universitätsmedizingesetz an die ministerielle Leine legt, besteht offensichtlich im Stuttgarter Wissenschaftsministerium weder der Wille noch die Durchsetzungskraft gegenüber dem Freiburger Uniklinikum, eine sowohl gesamtwirtschaftlich als auch ökologisch höchst sinnvolle Kooperation zwischen dem Uniklinik-Heizkraftwerk, der Badenova sowie der Stadt Freiburg auf den Weg zu bringen.
Statt einer Win-Win-Situation für alle Seiten gibt es jetzt nur Verlierer. Denn weil sich die reaktionären Technikvertreter des Uniklinikheizkraftwerks hartnäckig weigern, einen vertraglich abgesicherten Ausstieg aus der umweltschädlichen Kohleverfeuerung zu garantieren und offensichtlich völlig am Markt vorbeigehende überzogene Wärmeabnahmepreise von der Badenova fordern, wird es nach derzeitigem Stand keine Kooperation geben.
Stattdessen ist nun Badenova gezwungen ein eigenes – an sich völlig überflüssiges – neues Biogas-Heizkraftwerk im Freiburger Westen zu errichten, während am Uniklinikum überschüssige Wärme nutzlos in die Freiburger Atmosphäre entweicht und weiterhin vermeidbare CO2-Emissionen aus den kohlebefeuerten Kesseln in Umfang von Tausenden Tonnen pro Jahr in die Luft geblasen werden.
Wäre die Sache nicht zu ernst, könnte man dieses Ergebnis angesichts der nahenden Fasnet mit einem närrischen Narri-Narro kommentieren.
Was jetzt als einzig noch wirksame Maßnahme denkbar erschiene, wäre ein unverzügliches Aktivwerden der Landesregierung auf höchster Ebene, um dem Freiburger Uniklinikum doch noch den „rechten“ Weg zu weisen und die verantwortlichen Akteure zu einem unverzüglichen Vertragsabschluss zu verdonnern.
Alles andere fördert nur die Politikverdrossenheit unter den fassungslosen BeobachterInnen und würde wieder einmal bestätigen, dass die vielen schönen Worte aus Stuttgart pro Klimaschutz doch nichts weiter sind als heiße Luft.






