Zurück in die Heißzeit?
Artikel im Amtsblatt vom 10.02.2012
Dezember 2011: Die UN-Klimakonferenz in Durban fasst den Beschluss, dass im Jahr 2015 beschlossen werden soll, voraussichtlich im Jahre 2020 richtig mit dem Klimaschutz zu beginnen. Vermutlich schon im nächsten Jahr wird die Menschheit somit einen traurigen Rekord aufstellen: Mehr als 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid werden an einem einzigen Tag aus Autos, Flugzeugen, Kraftwerken, Fabriken und Häusern aufsteigen – was den Treibhauseffekt und die globale Erdtemperatur weiter dramatisch erhöhen wird.
Foto: Sandra Tell
Junges Freiburg/Die Grünen im Planetarium mit Leiter Otto Wöhrbach
Mit seinem Programm „Zurück in die Heißzeit – die Klimageschichte der Erde“ greift das Freiburger Planetarium dieses unverändert aktuelle Thema wieder auf und führt in einer Multimedia-Show in einer Stunde durch die 4,6 Milliarden Jahre lange Erdgeschichte. Im Laufe dieser Zeit hat sich das Klima oft gewandelt, und dem natürlichen Klimarhythmus folgend, müsste es bald wieder kälter werden – stattdessen wird es immer wärmer.
Neue Erkenntnisse zeigen: Der Klimawandel wird schneller und unkontrollierter ablaufen als bisher vermutet. Die Beschleunigung dieses Prozesses wird zur Folge haben, dass weder die Natur noch die menschliche Zivilisation sich diesem schnellen Verlauf anpassen können.
Was dann?
Die Fraktionsgemeinschaft Junges Freiburg/Die Grünen hat sich im Planetarium „Zurück in die Heißzeit – die Klimageschichte der Erde“ angesehen und im Anschluss an die Vorstellung mit dem Leiter des Planetariums, Otto Wöhrbach, diskutiert.
Treibt die Erde in eine neue Heißzeit?
„Entscheidend für die Auswirkungen des Klimawandels ist nicht nur das Maß der Erwärmung selbst, sondern auch die Geschwindigkeit, in der sie abläuft – und da scheint die vor uns liegende tatsächlich einzigartig zu sein. Sie läuft wesentlich schneller ab als alle anderen zuvor – viel zu schnell, als dass Mensch und Natur sich anpassen können“, so Wöhrbach.
Was heißt das für uns? „Global denken – lokal handeln“, die alte grüne Forderung hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Die jüngste Freiburger Klimaschutzbilanz und die Verleihung des Titels „Klimahauptstadt Deutschlands“ zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber die entscheidende Frage lautet: Wie kann Freiburg den CO2-Ausstoß gegen Null reduzieren? Die Zeit drängt. Die Weichen für eine klimaneutrale Stadt müssen 2012 gestellt werden!





