Kinder + Bildung
Schule
Schulstart: Auf die Plätze, fertig, los …
Ein Starterset für Schulanfänger haben wir schon im September 2008 beantragt. Mittlerweile hat auch die Bundesregierung ein Programm für Kinder aus Hartz IV-Familien aufgelegt. Aber: In Freiburg gibt es das Starterset auch für Kinder, deren Eltern Wohngeld beziehen. Dazu gibt’s jedes Jahr noch 40 Euro extra fürs Schulmaterial von der Stadt, und dies bis zur 13. Klasse! Zusätzliche Kosten: 73.000 Euro – gut investiertes Geld, meinen wir!
Ausbau Ganztagsschulen
Sieben neue Ganztagsschulen wurden seit 2006 eingerichtet: Vigelius-Schulen (Hauptschule 2006, Grundschule 2007), Hebelschule (Hauptschule 2006), Albert-Schweitzer-Schulen (Förder-, Grund- und Hauptschule), Kepler-Gymnasium. Die Staudinger-Gesamtschule war schon da. Neu kommen bald die Reinhold-Schneider-Grundschule und die Wentzinger-Schulen (Gymnasium und Realschule), das Friedrich- und das Theodor-Heuss-Gymnasium dazu. Dann sind es dreizehn, aber das reicht uns noch lange nicht. Wir brauchen noch mehr Ganztags-Grundschulen.
Schulsanierung
Alle 74 Schulen der Stadt werden bis 2016 untersucht und runderneuert. Das städtische Investitionsprogramm umfasst über 200 Millionen Euro – für Bauunterhaltung, Brandschutz, Neubau und Sanierung. Allein 2009 und 2010 fließen hierfür in marode Schulgebäude 60 Millionen Euro – und das muss so weitergehen!
Bildungsbericht
Gesamtnote für Freiburgs Schullandschaft im 1. Freiburger Bildungsbericht: Gut! Schwachpunkt: Die geringen Erfolge von Migrantenkindern. 25 Prozent bleiben ohne Schulabschluss. Gut, dass wir die Hausaufgaben schon vorher gemacht haben: 2006 fordern wir Infos zur Situation der Migrantenkinder in Freiburg. 2007 wird die neue Statistik präsentiert: In Freiburg hat jedes zweite Kind unter sechs Jahren eine Zuwanderungsgeschichte. Konsequenz: Sprachförderung schon im Kindergarten – so früh wie möglich! Noch in diesem Jahr wird mit dem Programm begonnen.
Eine Schule für alle
Wir wollen für Freiburg eine staatliche integrative Modellschule, an der alle gemeinsam miteinander und voneinander lernen bis Klasse 10 – als zukunftsweisendes Vorbild. Da gibt es viele Hürden zu überwinden, eine Menge Leute arbeiten dran. Die unterstützen wir, genauso wie die freien Schulen in Freiburg. Heute weiß man, dass bald die Hälfte aller Prognosen über die schulische Entwicklung eines Kindes falsch ist. Wir wollen eine Alternative zum lebensfernen Aussortieren.
Erfolgreich in Ausbildung
800 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Hauptschulklassen nehmen seit 2007 an dem Programm teil. Erster Erfolg: Der Anteil der Jugendliche, die ohne Abschluss gehen, ist von 12 auf 4 Prozent gesunken!
Geld für kreative Schulen
In der Bildungsregion Freiburg steckt Gutes Geld für gute Ideen: 75.000 Euro gibts jedes Jahr dafür, dass Schulen miteinander oder mit Vereinen, Initiativen und Betrieben zusammenarbeiten. Wozu? Damit Schülerinnen und Schüler fürs Leben lernen, sich beruflich orientieren, sich integrieren, mehr Miteinander lernen, ihre Sprachkompetenz verbessern, und damit ihre Eltern eingebunden werden können. Seit 2007 wurden 35 Schulen gefördert mit 185.000 Euro – zum Beispiel das Dreigespann Friedrich-Gymnasium, Weiherhof-Realschule und Staudinger-Gesamtschule beim Ebnen neuer Wege fürs soziale Lernen.
Umweltbildung
„Man schützt nur, was man kennt“ – nach einem Besuch im Sternkraftwerk des Planetariums, im Grünen Klassenzimmer der Ökostation oder im neuen Waldhaus an der Wonnhalde. Außerschulisch lernen bildet. Auch wenn die Schule längst hinter einem liegt? Dann sind Volkshochschule und Stadtbibliothek erste Adressen.
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit weiten wir Jahr für Jahr aus. Das Land ist ausgestiegen. Heute trägt die Stadt Freiburg die Kosten für alle Schulen allein. Und jedes Jahr kommt eine neue Schule mit einer neuen Stelle für 45.000 Euro dazu.
Ein-Euro-Mittagessen
Kein Kind soll zuschauen müssen, wenn die anderen essen. Dafür haben wir seit September 2007 gekämpft und uns durchgesetzt. An Ganztagsschulen, G-8-Gymnasien, in Kitas und Horten gibt es seit Februar 2008 das Ein-Euro-Mittagessen. Abgerechnet wird anderswo, auch an der Essensausgabe sind alle Kinder gleich. Das ist uns jedes Jahr 500.000 Euro aus der Stadtkasse wert. Bis Bund und Land reagieren, sollen die Kinder nicht warten.
Bausteine gegen KInderarmut
Armut bremst – das Mitmachen und das Lernen. Wir machen Angebote, an denen auch Kinder aus Elternhäusern mit wenig Geld teilnehmen können. Dafür haben wir ein Bausteinkonzept entwickelt. Es setzt sich zusammen aus: Ein-Euro-Mittagessen, Schulstarterset, Sprachförderung, Sommerschule, Hausaufgabenhilfe, mehr Ganztagsschulen und Krippenplätze. Also: Teilhabe und Chancen für alle!
Ferienprogramm
Künftig gibt’s 50.000 Euro jährlich, damit Schulkinder in den Ferien betreut werden – weil die Eltern nun mal nicht soviel Urlaub haben. Die langen Sommerferien verlieren ihren Schrecken – und die Kinder lernen auch noch was. Derzeit wird nach unserer Idee ein städtisches Ferienprogramm entwickelt. Im Juli 2009 soll es schon losgehen: mit Spielen, nebenbei Lernen und viel Spaß.
Zahlen zur Bildungsstadt
30.000 Studierende besuchen in Freiburg die Uni, die Pädagogische Hochschule, Musikhochschule oder Fachhochschulen. Die Uni ist mit 14.300 Beschäftigten größter Arbeitgeber. Akademien, Forschungsinstitute und Weiterbildungseinrichtungen prägen Freiburgs Profil. An über 100 beruflichen und allgemeinbildenden Schulen – öffentlich und privat – werden fast 40.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.
Kinder
Mehr Krippe – mehr Beruf
Ab 2009 gehen 6 Millionen Euro mehr in Krippenplätze. 2007 haben wir erfolgreich beantragt, dass die Plätze für Kinder unter drei Jahren verdoppelt werden. Für Alleinerziehende ist das sehr wichtig. Sie können arbeiten und die Kinder sind gut versorgt. Und Kinder aus sogenannten bildungsfernen Familien erhalten so früh wie möglich die Förderung, die sie brauchen.
Kita am Abend
Flexible Arbeitswelt: Wer im Verkauf arbeitet, muss mittlerweile bis abends und am Wochenende zur Verfügung stehen. Und was ist mit den Kindern? Wir haben mit unserer Initiative Neue Wege in der Kinderbetreuung dafür gesorgt, dass seit 2006 in Freiburg einige Kitas flexibel geöffnet sind – auch abends und am Samstag.
Sprechen und Verstehen
Im Juli 2008 haben wir beantragt, dass Sprachförderung schon in der Kita beginnt. Nur wie? Mit jährlich 400.000 Euro extra ab diesem Jahr: Denn wir wollen eine kompetente Vorschulbildung und wirksame, kontinuierliche Förderung – für alle Kinder, ob mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte.