Gemeinderatsfraktion Junges Freiburg/Die Grünen
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Wohnen + Leben



Wohnen

Green City: kompakte Stadt
Mit dem neuen Flächennutzungsplan ist die unkritische Wachstumspolitik des früheren SPD-OB vorbei. Jetzt wird „nach innen“ auf Baulücken und Brachflächen entwickelt. Das stärkt die Stadtquartiere. Alte Menschen können in neue, kleinere Wohnungen umziehen und bleiben in vertrauter Umgebung. Große Wohnungen werden frei für Familien. Neue Bewohner sorgen dafür, dass Lebensmittelgeschäfte, Arztpraxen, Vereine, Kindergärten und Schulen im Quartier erhalten bleiben. Außenflächen werden nur ökologisch verträglich bebaut: mit Nahverkehrsanschluss, sozialer und familienfreundlicher Infrastruktur. Qualität heißt auch: barrierefreie Wege, weniger Autos, attraktive Freiflächen, hohe Energiestandards. Auch im künftigen Wohnquartier Gutleutmatten beim Haslacher Bad soll all dies umgesetzt werden.

Mieten dämpfen
Die Wohnungsnachfrage in Freiburg ist groß, die Mietpreise sind hoch. Wir brauchen deshalb mehr Wohnungen: Das entlastet den Markt und dämpft die Preise. Die Basis ist da: Bis 2012 können weit über 4.000 neue Wohnungen entstehen, 2.500 sogar sofort.

Sozialer Wohnungsbau
Den gibt’s in Freiburg, obwohl das Land die Förderung 2007 ganz eingestellt hat! Noch 2006 wurde die Hälfte aller Landesmittel für Mietwohnungen nach Freiburg geholt: für 374 Wohnungen. Auf massiven Druck aus Freiburg gibt es ab 2009 ein neues Förderprogramm für Unistädte. Allein die Stadtbau bewirbt sich für 200 Mietwohnungen. Aktuell baut sie 304 Sozialmietwohnungen und 49 geförderte Reihenhäuser und plant weitere 240 Miet- und 48 Eigentumswohnungen.

Freiburger Weg
Generell gilt: Wer geförderte Wohnungen baut, kann verbilligte Grundstücke von der Stadt bekommen. Außerdem haben wir den „Freiburger Weg“ entwickelt: Über städtebauliche Verträge müssen Eigentümer, deren Boden als ausgewiesenes Bauland plötzlich viel mehr wert ist, entweder einen Teil kostenlos für geförderte Wohnungen abtreten oder selbst solche Wohnungen bauen. Im Stadtgebiet wurden so schon rund 15.000 Quadratmeter preiswerten Wohnraums gesichert.

Eigentum für alle
Seit Februar 2009 fördert die Stadt verstärkt Wohneigentum für Schwellenhaushalte: Interessant ist das vor allem für Familien. Für viele wird jetzt eine Eigentumswohnung endlich erschwinglich. Und die bisherige Mietwohnung wird für andere Familien frei.

Gut für Weingarten
Für 114 Millionen Euro saniert die Stadtbau ihre Häuser in Weingarten-West. Aus Energieschleudern werden Wohnungen, deren Nebenkosten sinken. Auch wenn die Kaltmiete teurer wird: Die Warmmiete wird begrenzt und langfristig berechenbar.

Zahlen zum Wohnen
Freiburg hat 100.000 Wohnungen, 70.000 davon Mietwohnungen. Größte Vermieter: Stadtbau (8.000) und drei Baugenossenschaften (zusammen fast 8.000). 13.000 Wohnungen haben derzeit noch eine soziale Belegungsbindung, damit ist Freiburg bundesweit spitze. Damit das so bleibt, müssen jährlich 200 neue Sozialwohnungen dazukommen.